Über den südlichsten Tausender des Monte Baldo am Gardasee
Radtour
Tourbeschreibung
Im Sommer ist die Hitze am Gardasee und insbesondere in den Weinorten im Südosten oft unerträglich. Die hier beschriebene Wanderung bietet die Möglichkeit, der Sommerhitze zu entfliehen. Der Weg führt außer am Anfang komplett über Wanderpfade, die überall durch die bekannten rot-weiß-roten Markierungen auf Steinen oder Bäumen gut beschriftet sind.
Offenbar finden sich hier am Südhang des Monte Baldo nicht sehr viele Wanderer ein. Es war daher die einsamste Bergwanderung, die ich je unternommen habe. Ich begegnete drei Stunden lang keiner Menschenseele. Der seltenen Begehung muss natürlich der Weg zuweilen Tribut zollen. An manchen Stellen (insbesondere beim Aufstieg über Weg 662 ab ca. 700 Höhenmetern) ist der Weg vollkommen mit Gräsern und anderen Pflanzen zugewachsen. Immer wieder wachsen Dornenbüsche über den Pfad. Teilweise gilt es auch umgestürzte Bäume zu umgehen oder darunter hindurch zu klettern. Mag sein, dass dies nicht jedermanns Sache ist, ich fand es jedoch abwechslungsreich und ein klein wenig abenteuerlich.
Ab 900 Höhenmetern wird der Weg dann wieder deutlich besser. Hier beginnt eine Alm, die sich mit lockerer Bewaldung abwechselt. Der Boden ist hier wie Waldboden sehr locker und angenehm zu gehen.
Beim Abstieg auf Weg 54 ist der Weg kaum so zugewachsen, wie der Aufstieg. Dies liegt offenbar an der Nutzung des Weges durch den Almbauern, der sein Pferd hier als Lasttier hinauf und hinunter führt. Auch eine Mountainbike-Spur konnte ich sehen. Dies fand ich jedoch sehr verwegen, denn da muss man bestimmt öfter absteigen.
Der Weg war die gesamte Zeit sehr trocken, obwohl in der Nacht zuvor heftige Gewitter an den Hängen des Monte Baldo tobten. Man kann die Tour also problemlos nach einem Regen gehen, zumindest im Sommer.
Sehr abwechslungsreich ist insbesondere die Flora und Fauna. Es gibt viele verschiedene Insekten und Falter zu bewundern. Auch einen Specht konnte ich beobachten und natürlich die obligatorischen Eidechsen. An den unteren Hängen befinden sich nach den Olivenhainen von Gaon hauptsächlich Laubbäume (Eichen, Ahorn u.a.), die ständig Schatten spenden. Weiter oben dann Kiefern. Außer der Almwiese ist der gesamte Weg schattig. Eine Kopfbedeckung ist daher nicht nötig.
Da wir schon bei der Ausstattung sind: Feste Wanderschuhe sind insbesondere beim Abstieg nötig. Wegen der Dornenbüsche empfehle ich auch eine unempfindliche lange Hose. Ich holte mir mit meiner dreiviertel langen Hose einige Schrammen. Außerdem ist man so besser gegen Zecken geschützt, die bestimmt im hohen Gras lauern. Ich kam allerdings ohne eines dieser gemeinen Spinnentiere nach Hause. Da es den gesamten Weg über keinerlei Einkehrmöglichkeit gibt, muss man im Sommer pro Person ca. 1,5 Liter Wasser mitnehmen.
Während der gesamten Tour gibt es keine fest installierten Rastmöglichkeiten. Allerdings gibt es immer wieder größere Felsbrocken zum Sitzen. Ab 750 Metern gab es Ende Juni Walderdbeeren. Da ich aber zuvor immer wieder die Losung von Füchsen sah, hatte ich aus Angst vor dem Fuchsbandwurm auf den Verzehr verzichtet, wenngleich es oft sehr verlockend duftete. Vielleicht kann mal jemand hier einen Kommentar schreiben, ob der Fuchsbandwurm in Italien überhaupt vorkommt.
Mein Fazit der Tour ist, dass obwohl die Höhepunkte fehlen, es eine insgesamt sehr reizvolle Wanderung ist, die bestimmt auch bei den Kindern gut ankommt.
Mehr Details
- Schwierigkeitsgrad: mittel
- Beste Jahreszeit: Frühling, Sommer, Herbst
- Dauer der Tour: 3:30 Stunden
- Länge der Tour: 8 Kilometer und 695 Meter
- Für Kinder ab: 8 Jahre
- Steigungsart: steil
- Empfohlenes Wetter:

- Wegbeschaffenheit: Waldweg, Sonstiges
- Verschiedenes: überwiegend schattig, Rundtour
Das Roadbook ist die Beschreibung zur Tour. Man kann sie ausdrucken und mitnehmen. Wenn Du die Tour gemacht hast, kannst Du Deine Bewertung dazu abgeben!
Roadbook
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Information Parkplatz
Im kleinen Ort Gaon habe ich schattig unter einem Baum direkt unterhalb des Glascontainers am Straßenrand geparkt. Man kann auch schon in Caprino Veronese parken. Da ich die Tour aber Samstags unterno
Im kleinen Ort Gaon habe ich schattig unter einem Baum direkt unterhalb des Glascontainers am Straßenrand geparkt. Man kann auch schon in Caprino Veronese parken. Da ich die Tour aber Samstags unterno
45.61298674420602, 10.796234607696533 info
